Tristan Brusch

Ein Fisch in kochendem Wasser

Er beschwört Dinge, die gesagt werden müssen, bevor die eigene Welt einem unter den Händen zu zerbröseln droht. Es sind wolkige Hymnen auf Messers Schneide über das Lügen, den Wettlauf mit der Zeit, den Tod, über den Verfall und das eigene tapfer schlagende Herz im Takt der mahlenden Mühlen des Lebens. Eigentlich müssten Worte wie "Ich bin ein Fisch in kochendem Wasser / Ich bin ein Schneemann in the sun" einem ja weh tun, aber der Schmerz kommt seltsam verspätet, fast wie ein Echo, er verliert sich in dieser großen, süßlichen, tröstenden Musik, irgendwo dort, wo Kinderopern aufhören und der harte Ernst des Lebens beginnt. Mal klingt Tristan Brusch wie ein moderner Reinhard Mey, der in seiner Musik auf Geister-jagende Electro-Musiker trifft, mal wie ein Enkelkind des Glamrocks, das zwischen den Songs entspannt mit Deiner Lieblingsschauspielerin auf der Küchenparty eine selbstgedrehte Zigarette raucht.

In ruhigen Momenten klingt er fast wie das fehlende Playlist-Bindeglied zwischen der brasilianischen Tropicalia eines Caetano Veloso und dem ewigen Herbst einer Hildegard Knef. Keine Frage: Tristan Brusch ist der kommende Songschreiber seiner Generation. Dabei ist der 25-Jährige Musiker in seinem Schaffen schon lange um Unendlichkeit bemüht.

Die EP "Fisch" von Tristan Brusch ist am 23.10.2015 via Staatsakt/Caroline als limitierte 10" Vinyl sowie in allen anderen erdenklichen Formaten zum Streamen, Laden und Abspielen erschienen.

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Booking:
Alex Merkes

Management:
Elisabeth Rohne

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