Mauli

Mauli ist gewissermaßen viel zu jung, um schon so viel richtig gemacht zu haben. Eigentlich hat er auch viel zu angeblich lukrative Vertragsangebote auf seinem Schreibtisch liegen, um seine Musik weiterhin mit der Gang rauszubringen und den Onlinevertrieb über ein Smartphone zu managen. Diese Konjunktive scheinen ihn aber genauso wenig zu interessieren, wie die namhaften Featureangebote, die sich ihre zwielichtigen Wege in den Kreis der Jung$ bahnen wollen.

Wenn man es genau beobachtet, ist Mauli immer ein bisschen über dem Limit wie ein 8-jähriger, der testen will, wie weit er gehen kann, ohne Hausarrest zu bekommen. Vielleicht ist es genau dieser hyperaktive, unbekümmerte Spirit, der die Musik des 23-jährigen Produzenten so interessant macht.

Mit Autismus&Autotune hat Mauli sein Wesen nicht nur auf 17 Zeichen runtergebrochen, sondern spannt auch schon den Erwartungsbogen für 2017 hoch. Während sich die deutsche Rapszene langsam auf den musikalischen Entwicklungsstand von 2014 einpendelt, kann man gespannt sein etwa welche Effekte der Hobbyautist dieses Jahr aus der Wundertüte holt - welche neuen Soundwelten sich erschließen, während sich die Baseline um eine Neustrukturierung der Seele des Hörers bemüht. Was auch immer sich der Youngster in seinem Kopf zusammengebraut hat: Die Welt wird beide Augen drauf haben.

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